Gründerinterview: Crowdfunding, damit Sie Ihre Zähne mit gutem Gewissen putzen können.

Hoffentlich putzen Sie oft Ihre Zähne. Damit es Ihrer Gesundheit und der Mitwelt gut geht, haben zwei Produktdesigner eine Innovation entwickelt: Eine nachhaltige Zahnbürste. Nun brauchen Fabian und Benjamin Unterstützung beim Crowdfunding. Damit ein Projekt wirklich einen Unterschied hin zum Besseren machen kann fühle ich den Ideen gerne auf den Zahn. Ebenso wie in Verbrennungsmotoren und Heizungen wird Öl in unzähligen Produkten verarbeitet. Denken Sie daran bei Ihrer Zahnbürste?

Während sich Geschmack der Zahnpasta im Mund ausbreitet, nutzen wir Öko ZahnbürsteProdukte die Ölförderung kanadischer Teersande, arktische Tiefbohrungen, Ölteppiche nach Betriebsunfällen und Ressourcenkonflikte bewirken. Als Alternative könnte die Zahnbürste als eines von unzähligen Produkten nachhaltiger werden.

Wenn Sie die Alternative gut finden, dann helfen Sie bei der Verbreitung. Hier geht es zum Crowdfunding auf Kickstarter. Überzeugen Sie sich selbst. SUSTAINMENT´s Blog hat die Gründer interviewt:

SUSTAINMENT´s Blog: Wie seit ihr auf die Idee gekommen?

ZeichnungenFabian Ghoshal: Ich habe bereits während meinem Studium mit einem Startup zusammengearbeitet, welches nachhaltige Verpackungen unter anderem aus Biokunststoffen auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen entwickelt hat. Benjamin hatte bereits an der Gestaltung einer Zahnbürste mitgewirkt. Als wir uns während eines gemeinsamen Urlaubs über weitere interessante Anwendungen für diese Art von Werkstoffen Gedanken gemacht haben, sind wir auf eine Zahnbürste gekommen. Dieses Produkt erschien uns als sehr sinnvoll, da es nur eine Nutzungszeit von 2-3 Monaten hat, bevor es letztendlich auf dem Müll landet.

SUSTAINMENT´s Blog: Welchen Unterschied macht eure Zahnbürste gegenüber heutigen Produkten?

Fabian Ghoshal: Im Vergleich zu herkömmlichen Zahnbürsten basiert unsere auf nachwachsenden Rohstoffen. Wir verwenden außerdem nur eine Materialkomponente und verzichten auf umweltschädliche Weichmacher welche oft im Griffbereich verwendet werden. Wir setzen auf eine minimale Verpackung und ein innovatives Wechselkopf Prinzip. Das spart wertvolle Ressourcen uns soll einen Denkanstoß hin zu einem bewussteren Konsum geben.

SUSTAINMENT´s Blog: Wo habt ihr Unterstützung für euer Öko-Start-up erhalten? Wobei sucht ihr Unterstützer?

ProduktentwicklungFabian Ghoshal: Große Unterstützung hatten wir vor allem von Spezialisten aus den Bereichen Produktion, Nachwachsende Rohstoffe und auch aus der Zahnpflege, die wir während dieses Projektes kennenlernen durften. Um das Produkt nun wirklich auf den Markt zu bringen, haben wir gerade ein Crowdfunding Kampagne gestartet. Hier kann man uns unterstützen indem man einfach eines unserer Produktangebote vorbestellt. Im Falle einer erfolgreichen Kampagne, können wir die Werkzeuge finanzieren, mit der Produktion starten und die ersten Produkte ausliefern.

SUSTAINMENT´s Blog: Wie würdet ihr die neue Zahnbürste verbreiten wollen?

Fabian Ghoshal: Zunächst wird die Zahnbürste über unseren Online-Shop vertrieben, wir spielen auch mit dem Gedanken einen Abo-Service für die Wechselköpfe anzubieten. Langfristig ist es unser Ziel das Produkt auch im Einzelhandel zu vertreiben.

SUSTAINMENT´s Blog: Wie stellt ihr euch die Produktionsbedingungen vor?

Fabian Ghoshal: Die Zahnbürste wird ausschließlich in Deutschland hergestellt. Die Produktion erfolgt in einem sehr automatisierten Prozess.

SUSTAINMENT´s Blog: Was würde euer Produkt kosten?

Fabian Ghoshal: Ein Zahnbürste wird zwischen 3-4 Euro kosten und ein Wechselkopf Doppelpack 4-5 Euro.

SUSTAINMENT´s Blog: Plastik ohne Öl und so, dass man so wenig wie nötig braucht – diesen Ansatz finde ich sehr gut. Bei den Bioplastics habe ich folgenden Kritikpunkt, wegen dem ich einmal einen Job abgeleht habe: Meist kommt die pflanzliche Stärke über den globalen Markt. Dieser globale Markt ist etwas anderes als Bio. Dort interessiert es auch niemanden, ob beispielsweise amerikanischer GMO-Mais gehandelt wird. Lässt sich die intensivste Landwirtschaft in eurem Produkt verhindern?

Fabian Ghoshal: Wir haben uns noch nicht auf ein bestimmtes Material festgelegt. Unsere Ziel ist es nach der erfolgreichen Crowdfunding Kampagne weitere Materialtests mit unterschiedlichen Herstellern durchzuführen.

Hierbei arbeiten wir mit der Firma tecnaro zusammen, es sind weitere Materialtests mit deren Material Abroform geplant. Abroform auch “flüssiges Holz” genannt, ist ein zu 100% auf nachwachsenden Rohstoffen basierender Werkstoff. Grundlage dieses Werkstoffes bildet das Naturpolymer Lignin und Naturfasern wie Hanf oder Flachs,
welche regional erhältlich sind. Somit ist es uns möglich ein Material zu wählen, welches unabhängig von den oft bedenklichen Entwicklungen am internationalen Markt ist.

Wenn Sie die Alternative gut finden, dann helfen Sie bei der Verbreitung. Hier geht es zum Crowdfunding auf Kickstarter.

By |2018-12-28T13:57:45+02:0007 Jun 2015|nachhaltig wirtschaften, Start-up|0 Kommentare

About the Author:

Hier blogge ich zur Energiewende, Nachhaltigkeit und dessen Kommunikation. Als gelernter Mediengestalter und Ingenieur für Erneuerbare Energien betreibe ich die spezialisierte Kommunikationsagentur SUSTAINMENT.

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